August 28

Leverage (Kennzahl)

„Leverage“ (auch als „Verschuldungsgrad“ bezeichnet) in der Bilanz bezieht sich auf das Verhältnis zwischen Fremdkapital (Schulden) und Eigenkapital eines Unternehmens. Es gibt an, wie stark ein Unternehmen Fremdkapital zur Finanzierung seiner Aktivitäten einsetzt. Leverage ist ein Maß dafür, wie stark ein Unternehmen auf geliehenes Geld angewiesen ist, um Investitionen zu tätigen und seine Geschäfte zu betreiben.

Die Leverage kann als Kennzahl berechnet werden, indem das Fremdkapital durch das Eigenkapital dividiert wird:

Formel: Leverage = Fremdkapital / Eigenkapital

Diese Kennzahl zeigt, wie viel Fremdkapital im Verhältnis zum Eigenkapital verwendet wird. Ein hoher Leverage-Wert bedeutet, dass das Unternehmen einen höheren Anteil an Schulden im Vergleich zum Eigenkapital hat, während ein niedriger Leverage-Wert auf weniger Verschuldung hinweist.

Interpretation:

  • Hoher Leverage: Ein hoher Leverage kann bedeuten, dass das Unternehmen riskanter ist, da es eine größere Verpflichtung hat, Schulden zurückzuzahlen. Andererseits kann es die Rentabilität steigern, wenn die geliehenen Mittel erfolgreich eingesetzt werden.
  • Niedriger Leverage: Ein niedriger Leverage zeigt, dass das Unternehmen weniger abhängig von Fremdkapital ist und möglicherweise finanziell stabiler ist. Es kann jedoch auch bedeuten, dass das Unternehmen weniger Chancen nutzt, um sein Wachstum zu beschleunigen.

Während die Betrachtung des Leverage zum Einen die Möglichkeit bietet, höhere Renditen zu erzielen, birgt es auch höhere Risiken, insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, z.B. wenn das Unternehmen Schwierigkeiten haben könnte, seine Schulden zu bedienen. Daher sollten Investoren bei der Verschuldungsstruktur eines Unternehmens auf ein ausgewogenes Verhältnis achten, um potenzielle Schieflagen früh genug zu erkennen.


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