August 30

FCFF Modell – Free Cash Flow to Firm

Das FCFF-Modell steht für „Free Cash Flow to Firm“ und ist eine Methode zur Unternehmensbewertung in der Finanzanalyse. Es bezieht sich auf den Betrag des freien Cashflows, den ein Unternehmen nach Abzug aller Ausgaben generiert und der den Inhabern von Eigen- und Fremdkapital zur Verfügung steht.

Grundprinzip: Das FCFF-Modell zielt darauf ab, den Wert eines Unternehmens zu schätzen, indem es die Cashflows betrachtet, die an alle Kapitalgeber (Eigenkapitalinhaber und Fremdkapitalgeber) fließen, nachdem alle operativen Ausgaben und Investitionen abgezogen wurden.

Berechnung: Die Berechnung des FCFF erfolgt durch die Formel:

FCFF Modell zur Berechnung des Unternehmenswertes

Hierbei steht EBIT für den Gewinn vor Zinsen und Steuern.

Bedeutung: Der FCFF repräsentiert den Cashflow, der sowohl den Eigenkapitalinhabern als auch den Fremdkapitalgebern zur Verfügung steht. Es ist der Betrag, den das Unternehmen nach Berücksichtigung von operativen Ausgaben und Kapitalinvestitionen nutzen kann, um Dividenden zu zahlen, Schulden zu bedienen oder für Wachstumsinitiativen zu verwenden.

Interpretation:

  • Ein höherer FCFF deutet darauf hin, dass das Unternehmen einen größeren Betrag an freiem Cashflow generiert, der zur Unterstützung von Kapitalgebern oder Investitionen verwendet werden kann.
  • Ein niedrigerer FCFF kann darauf hinweisen, dass das Unternehmen weniger freien Cashflow generiert, was möglicherweise auf höhere Ausgaben oder Investitionen hindeutet.

Anwendungsgebiete:

  • Unternehmensbewertung: Das FCFF-Modell wird verwendet, um den Wert eines Unternehmens basierend auf seinen Cashflow-Generierungsfähigkeiten zu schätzen.
  • Investitionsentscheidungen: Es eignet sich zur Bewertung von Investitionsprojekten und zur Identifizierung von finanziell lohnenden Möglichkeiten.

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